Neugierig auf Gott und die Welt

Melina Lindberg

Die Neugierde der Jugendlichen zu wecken, sich mit Fragen im Spannungsfeld von Religion, Wissenschaft und Kultur auseinanderzusetzen, ist ein Ziel der Jungen Akademie der Katholische Akademie Hamburg. Die Studentin Melina Lindberg (19) engagiert sich für Angebote der Jungen Akademie, wie die „Gespräche über Gott und die Welt“, und hat vor drei Jahren an der Sommerakademie teilgenommen, die begabte Schülerinnen und Schüler katholischer Schulen im Erzbistum Hamburg fördert. Zum Programm gehören Begegnung und Austausch mit Gleichaltrigen sowie mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Kirche.

katholisch in Hamburg: Welches Angebot macht die Junge Akademie den Jugendlichen?

Melina Lindberg: Mit der Jungen Akademie richtet sich die Katholische Akademie Hamburg an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Bei den „Gesprächen über Gott und die Welt“ kommen Jugendliche untereinander ins Gespräch über Themen, die die Gesellschaft bewegen. Im vergangenen Jahr haben wir uns zum Beispiel im Vorfeld des G20-Gipfels getroffen und darüber gesprochen, was die Begriffe Freiheit und Gerechtigkeit für uns bedeuten.

Das Besondere daran: Bei den Veranstaltungen der Jungen Akademie verbinden sich die Themen Glaube, Politik und Kultur. Das ist für viele Jugendliche interessant. Und soziales Engagement, in welcher Form auch immer, ist wichtig, damit Jugendliche sich gerade in der Zeit des Studiums und der Berufsfindung nicht zu sehr auf sich selbst fixieren.

Außerdem bin ich froh, dass es auch für Jugendliche gezielte Angebote gibt, sich mit dem Glauben auseinanderzusetzen. In der Jungen Akademie ist das möglich. Dort sind Jugendliche unter sich und können über die Themen reden, die sie interessieren.

katholisch in Hamburg: Welche anderen Angebote gibt es?

Melina Lindberg: Die Sommerakademie richtet sich an Schülerinnen und Schüler der katholischen Gymnasien. Als ich vor drei Jahren an der Sommerakademie teilgenommen habe, sind wir mit einer Gruppe von 16 Jugendlichen ins Ruhrgebiet gefahren, um dort unter dem Motto „Wer bewegt die Welt? Von Machern, Müßiggängern und Mentoren“ mit den unterschiedlichsten Menschen zu sprechen. Wir hatten ein volles Programm, denn daneben haben wir interessante Orte besichtig, wie die Villa Hügel, die Zeche Zollverein oder das Unperfekthaus in Essen, in dem junge Kreative einen Raum für ihre Arbeit finden. Die Gruppe ist in dieser Zeit schnell zusammengewachsen und viele haben bis heute Kontakt.

katholisch in Hamburg: Was ist das Besondere an der Sommerakademie?

Melina Lindberg: Wir haben in der Sommerakademie Menschen getroffen, mit denen wir sonst nie in Kontakt gekommen wären. Wir haben mit einer Politikerin über Atommüllendlagerung gesprochen, einem Topmanager von thyssen-krupp kritische Fragen stellen können und einer Keramikerin bei ihrer Arbeit zusehen dürfen.

Mich hat vor allem beeindruckt, wie viel Zeit sich die Menschen genommen haben, mit uns jungen Leuten zu sprechen. Die Begegnungen mit diesen ganz unterschiedlichen Menschen haben uns vermittelt: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, und man kann auch immer wieder neu beginnen, um zum Ziel zu kommen.

Informationen: Die nächste Sommerakademie unter dem Motto „Wer bewegt die Welt? Von Machern, Müßiggängern und Mentoren“ findet vom 5. bis 12. August 2018 statt. Bewerbungen sind ab sofort möglich.